Fahranfänger

Die Freude ist groß beim Jugendlichen, wenn die Führerscheinprüfung bestanden ist. Doch wer nicht richtig informiert ist und als Fahranfänger ein Auto anmelden will, den kann es bei der Versicherungsprämie kalt erwischen: Versicherungsgesellschaften kalkulieren hier mit den höchsten Preisen, da ein Führerscheinneuling zunächst einmal in der Schadenfreiheitsklasse 0 beginnen muss. Das entspricht einem Beitragssatz von durchschnittlich 200 bis 260 Prozent – ausgehend vom Basiswert 100%. In Euro ausgedrückt bedeutet die Kfz-Haftpflicht Stufe 0 eine Versicherungsprämie von 1.500 Euro pro Jahr – aufwärts. Wohlgemerkt: Wir reden hier nur von der reinen Kfz-Haftpflicht. Je nachdem, bei welchem Versicherer Sie ein Auto mit den sog. Fahranfänger-Prozenten versichern wollen, kann es zu Beitragsunterschieden von 1.000 bis 2.000 Euro kommen.

Tipps zur günstigen Kfz-Versicherung für Fahranfänger

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Sie in Erwägung ziehen können, um eine günstige Versicherung für einen Fahranfänger zu finden.

1. Am besten ist es natürlich, wenn man als Fahranfänger damit beginnt, sich eine bessere Sf-Klasse zu erfahren. Das geht jedoch nur, wenn man selbst ein Auto anmeldet und versichert. Die Folge ist, dass der Führerscheinanfänger in die unliebsame Schadenfreiheitsklasse 0 (Null) eingestuft wird, was einem Schadenfreiheitsrabatt von 200 bis 260 % entsprechen kann. Aber auch hier lässt sich sparen, wenn man die Versicherungsangebote intensiv vergleicht. Nach einem Versicherungsvergleich empfehlen wir zusätzlich, nochmals bei den günstigsten Versicherungen nachzuhaken und nach besseren Konditionen zu fragen.
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2. Eine weitere Möglichkeit ist die Mitnutzung des Autos der Eltern. Dazu brauchen die Eltern (Mutter oder Vater, je nachdem wer der Versicherungsnehmer ist) der Versicherung lediglich mitzuteilen, dass die Tochter/der Sohn das Kfz ebenso fährt. Daraufhin wird der Versicherungsvertrag auch nur in einem Punkt geändert: Der Fahrerkreis wird auf junge Fahrer unter 23 bzw. 25 Jahre erweitert. Die Versicherungsprämie für das Autos wird dadurch etwas teurer. Wieviel das ist, das erfahren Sie von Ihrer Kfz-Versicherung!

3. Elternregelung: Wenn ein Elternteil bereits ein Auto versichert hat, dann sollte man bei der Versicherung nachfragen, ob sie eine günstigere Einstufung für ihre Kinder als Fahranfänger anbietet. In den meisten Fällen ist das die Sf-Klasse 1/2, wodurch sich schon kräftig an der Versicherungsprämie sparen lässt. Jedoch bieten nicht alle Versicherer die Elternregelung an!

4. Zweitwagen der Eltern: Die Eltern können das Fahrzeug des Fahranfängers auch als ihren Zweitwagen anmelden und versichern. Bei der Zweitwagenversicherung kommt man dann ebenso auf die Sf-Klasse 1/2; bei Versicherern die sich kulanter zeigen ist es ggf. nochmals günstiger möglich. Statt der Eltern können aber auch die Geschwister in Frage kommen oder andere Verwandte und Bekannte.

5. Rabattübertragung: Grundsätzlich ist es möglich, dass man sich von anderen Personen deren Schadenfreiheitsklasse und Prozente übertragen lassen kann (mehr Info). Für einen Fahranfänger kommt das zu Beginn jedoch kaum in Frage, da nur maximal die SF-Klasse überschrieben werden kann, die der Zeit des Führerscheinbesitzes entspricht. Als Fahranfänger besitzt man jedoch nur wenige Wochen oder Monate den Führerschein. Eine Rabattübertragung wäre für den Fahranfänger dann völliger Unsinn, weil alle schadenfrei gefahrenen Jahre (Schadenfreiheitsklassen) von der rabattübertragenden Person verloren gingen!