Die Allianz will in der Sparte Kfz-Versicherung zurück an die Spitze

Freitag den 7.10.2011

Der Kampf um die Marktführerschaft bei der Kfz-Versicherung ist wieder voll entbrannt. Nachdem die Allianz es in der Vergangenheit etwas ruhiger hat angehen lassen und dadurch auf Platz zwei gerutscht ist – zumindest bei der Zahl versicherter Fahrzeuge –, soll in diesem Jahr wieder kräftig Boden gut gemacht werden. Dazu setzt der Konzern auf das neue Tarifmodell „Mein Auto“, das modular aufgebaut ist und den Kunden die Möglichkeit gibt, einzelne Leistungsbausteine zu wählen. Zum anderen ruhen die Hoffnungen auf dem Vertrieb über Vertreter.

Selbstverständlich ist die Allianz mit ihrer Online-Tochter Allsecur auch in einigen Kfz-Versicherungsvergleichen vertreten. Einem Portal hat man jetzt jedoch den Rücken gekehrt: Transparo. Der Grund ist relativ einfach. Die Seite wird von Aspect Online realisiert und gehört der Konkurrenz, konkret der HUK-Coburg, der Talanx und der WGV. Die Unternehmen haben das Vergleichsportal Mitte des Jahres gekauft. Das stört die Allianz. „Wir wollen unsere Tarife in Vergleichsportale bringen, die sich nicht auch auf die Herstellung eigener Produkte konzentrieren“, erklärte Allianz-Deutschland-Chef Markus Rieß der Financial Times Deutschland. Stattdessen arbeitet Allsecur mit Check24 zusammen. Jener Seite, der die HUK-Coburg mit dem eigenen Portal Paroli bieten möchte.

Letztlich baut die Allianz in puncto Kfz-Versicherung aber eher auf ihre Vertreter. „Wir glauben daran, den Kunden individuellen Schutz anzubieten, also eine Art Maßanzug“, so Rieß, „dafür braucht man die Kompetenz der Vertreter.“ Kunden können über den Allianz Auto Online Service, kurz AAOS, ihren Vertrag direkt per Internet beim Vertreter ihres Vertrauens abschließen. Derzeit bringt dieser Vertriebsweg zwei Drittel aller Neuabschlüsse. Bleibt abzuwarten, wo die Allianz nach der Wechselsaison steht. Derzeit hat sie 8,16 Millionen Fahrzeug im Bestand, die HUK-Coburg 8,41 Millionen.