Carsharing – sparen und fahren

Montag den 27.02.2012

Das eigene Auto: Mal ist es Luxus, mal Notwendigkeit. Für alle, die regelmäßig längere Strecken fahren müssen und dazu nicht auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurückgreifen können oder wollen, steht es wohl außer Frage, dass der eigene Pkw vor der Tür steht. Damit gehen hohe laufende Kosten einher, für Benzin, Wartung, Kfz-Steuer und Kfz-Versicherung. Diesen Ausgabenapparat wollen viele Verbraucher inzwischen umgehen, aber nicht auf den Fahrspaß und die Annehmlichkeiten eines Autos verzichten. Für sie ist Carsharing eine Option. Die Stiftung Warentest hat sich jetzt näher mit dem Thema befasst.

Populär ist Carsharing vor allem in Großstädten. Angeboten werden unterschiedliche Modelle und Konzepte, angefangen beim Verein bis hin zu Firmen. Mit an Bord sind inzwischen auch einige Kfz-Hersteller. Die Mitglieder bezahlen eine Aufnahmegebühr und/oder monatliche Beiträge. Teils werden auch Nutzungsentgelte für die Fahrten erhoben und ganz einfach nach Zeit oder Kilometern abgerechnet. Für eine Stunde und eine Strecke bis zu zehn Kilometern sind laut Finanztest rund fünf bis sechs Euro fällig – darin sind die Kfz-Versicherung und die Steuer bereits enthalten. Was die Preise betrifft, sollte man sich allerdings vorab informieren, mit welchem System die Anbieter arbeiten. Wird nun ein Auto benötigt, etwa für einen größeren Einkauf, sucht man das nächste freie Fahrzeug. Die Tür lässt sich mit einer Karte öffnen, der Schlüssel wird dann durch eine persönliche Identifikationsnummer (PIN) freigegeben.

Stehen längere Fahrten an, zum Beispiel in den Urlaub, lohnt sich Carsharing in der Regel nicht. Für diese Zwecke sind Mietwagen teils deutlich günstiger. Alternativ können auch öffentliche Verkehrsmittel und Carsharing kombiniert werden. Möglich ist das, wenn die Anbieter verschiedener Städte miteinander kooperieren. Dann können Mitglieder aus Berlin auch in München auf eines der Fahrzeuge zurückgreifen. Als Vorteile des Carsharings sieht die Stiftung Warentest vor allem die Kosten und die Tatsache, dass man sich um nichts kümmern muss. Kfz-Versicherung, Reparaturen, TÜV und Steuern übernehmen die Vereine bzw. Firmen. Zudem kann man mehrere Modelle fahren, bis hin zum Cabrio. Empfehlenswert ist Carsharing aus Sicht der Experten daher „für Menschen in Großstädten, die nur unregelmäßig kurze Strecken fahren“ und „die nicht regelmäßig ein Auto brauchen“.