Das Potenzial sozialer Netzwerke für die Kfz-Versicherung

Donnerstag den 8.03.2012

Facebook, Twitter, google+: Soziale Netzwerke haben sich längst einen Stammplatz im World Wide Web erobert. Millionen Nutzer pflegen Kontakte, informieren über ihren Tagesablauf und stellen Urlaubsfotos online. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis auch Unternehmen das Potenzial der Portale erkannten und nutzten. Viele Assekuranzen sind auf dem Zug aufgesprungen. Sie stellen Produkte vor, beantworten Kundenanfragen und rühren eifrig die Werbetrommel – selbstredend auch für die Kfz-Versicherung.

Laut „Kundenmonitor e-Assekuranz“, erstellt vom Marktforschungs- und Beratungsinstitut YouGov, scheint die Strategie goldrichtig zu sein. Zumindest die jüngeren Nutzer empfinden es nicht als störend, dass auch Versicherungsgesellschaften in den Netzwerken vertreten sind. Im Gegenteil: Immerhin 30 Prozent würden die Seiten sogar dazu nutzen, sich eingehender mit Versicherungsthemen zu befassen oder sich zur Kfz-Versicherung beraten zu lassen.

Das entspricht weitgehend dem Trend, sich online über Verträge und Tarife zu informieren. Hier liegt die Quote derer, die ihre Privathaftpflicht- oder Autoversicherung via Internet abschließen würden, über alle Altersgrenzen hinweg sogar bei 40 Prozent. Nägel mit Köpfen gemacht und Angebote verglichen haben im vergangenen Jahr 24 Prozent. Zu einem Vertragsabschluss kam es bei acht Prozent.

Für die Assekuranzen stellen die sozialen Netzwerke und zunehmend auch das mobile Internet einen neuen Weg dar, auf sich aufmerksam zu machen, Interessenten anzusprechen und gegebenenfalls Kunden zu gewinnen. Hinzu kommt die Option, beratend tätig werden zu können und gezielt auf Fragen zu antworten. Einige Kfz-Versicherer haben dazu inzwischen eigene Blogs ins Leben gerufen. Die Streuwirkung in den Netzwerken ist natürlich deutlich größer. Hier gilt es allerdings, den Spagat zu schaffen, nicht zu offensiv zu Werke zu gehen, um niemanden zu vergraulen, und gleichzeitig nicht im stetig wachsenden Informationsfluss unterzugehen. Zudem müssen die Präsenzen in den Netzwerken gepflegt werden. Sonst ist es möglicherweise ganz schnell aus mit der Freundschaft.