Zusätzlicher Schutz für Elektrofahrzeuge

Dienstag den 27.03.2012

Angesichts der hohen Spritpreise ist der Gedanke an ein Elektroauto sicherlich verlockend und durchaus zukunftsweisend. Einer österreichischen Studie zufolge könnten bereits jetzt 60 Prozent aller gefahrenen Strecken problemlos mit Elektroantrieb zurückgelegt werden. Lediglich bei größeren Fahrzeugen wie SUVs und bei längeren Strecken erweist sich die aktuelle Technik noch als zu schwach auf der Brust. Doch auch an diesem Problem wird eifrig getüftelt. Kurzum: Der Trend Richtung alternativer Motorisierung ist ungebremst und geht auch an der Versicherungsbranche nicht spurlos vorbei.

Ob nun ein reiner Elektromotor oder ein Hybridantrieb verbaut wird, spielt für den Versicherungsschutz erst einmal keine Rolle. Die Kfz-Haftpflichtversicherung kümmert sich nach wie vor um Schäden, die Dritten zugefügt werden, und die Kaskoversicherung reguliert Macken am eigenen Fahrzeug. Allerdings: Geht es um den Akku, den teuersten Bauteil eines Elektrofahrzeugs, der rund ein Drittel des Fahrzeugwertes ausmacht, greift der Kaskoschutz der Kfz-Versicherung nur eingeschränkt. Darauf hat die Zurich nun reagiert. Der Konzern bietet ab sofort den Baustein „Elektro-Plus“ an, mit dem sich der Energiespeicher rundum absichern lässt.

Das neue Tarifmodul umfasst unter anderem den Schutz vor den Folgen von Bedienfehlern. Dazu nennt die Assekuranz ein Beispiel aus der Praxis: Wird der Akku bei Minusgraden nicht regelmäßig voll aufgeladen, drohen unter Umständen Ladeschäden. Der reguläre Kaskoschutz kommt dafür nicht auf. Genau hier setzt die Zurich mit „Elektro Plus“ an. „Für Kunden mit einer Vollkaskoversicherung gilt dabei zusätzlich: Schäden innerhalb dieser Deckung am Akku haben keine Auswirkungen auf den Schadenfreiheitsrabatt, dieser bleibt unverändert“, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens.

Schutz verspricht die Zurich auch für Besitzer von E-Bikes mit amtlichem Kennzeichen. Der eigenständige Absicherungsbaustein heißt in dem Fall „Elektro-Kasko“ und zielt ebenfalls auf den Akku. Bedienfehler sind allerdings auch bei Zweirädern nur durch den Zusatz „Elektro-Plus“ im Leistungspaket enthalten.