Mit dem Auto zur Fußball EM

Dienstag den 5.06.2012

Fußball-Fans, die mit dem Auto Richtung Polen und Ukraine aufbrechen, um die Europameisterschaften hautnah zu erleben, sollten vorab ihre Kfz-Versicherung prüfen und sich mit den Regeln in den Gastgeberländern vertraut machen. Denn sollte es krachen, möchte man anschließend ganz gewiss nicht die rote Karte sehen, sondern wünscht sich vielmehr eine schnelle und unkomplizierte Abwicklung.

Deshalb sind Autofahrer gut beraten, die Internationale Grüne Versicherungskarte im Gepäck zu haben. Das gilt für die Ukraine und Polen gleichermaßen, obwohl Polen Mitglied der Europäischen Union ist. Die Karte dient als Nachweis darüber, dass eine Kfz-Haftpflichtversicherung vorhanden ist, und kann bei der Assekuranz angefordert werden. Auf dem Beleg stehen neben dem Namen des Halters und der Autoversicherung auch sämtliche Daten zum Fahrzeug.

Wichtig ist auch der Auslandsschadenschutz, der im Rahmen der Autoversicherung vereinbart werden kann. Denn bei einem Unfall gelten die Deckungssummen im jeweiligen Land. In der Ukraine arbeiten die Unternehmen mit sehr niedrigen Standards. Im schlimmsten Fall bliebe man auf einem Teil der Kosten sitzen, weil die gegnerische Assekuranz den Schaden nur bis zur vereinbarten Versicherungssumme reguliert. In dem Fall springt der Auslandsschadensschutz ein und kommt für die Differenz auf. Punkt drei auf der Liste ist der Kfz-Schutzbrief. Versicherungsnehmer sollten sich erkundigen, ob diese Leistung im Vertrag inkludiert ist. Alternativ kann auch eine Mitgliedschaft in einem der großen Clubs – etwa der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) – abgeschlossen werden. Entscheidend ist, dass der Schutzbrief auch im Ausland greift.

Wenn es denn tatsächlich zu einem Unfall kommen sollte, ist die Polizei in der Ukraine immer mit von der Partie. Sie entscheidet auch, wer Schuld hat. Daher raten Experten, sich eine Kopie oder Durchschrift des Berichtes geben zu lassen. Bei einem Crash in Polen wird die Polizei nur aktiv, wenn es sich um einen größeren Personen- oder Sachschaden handelt. Daher sollte man einen Europäischen Unfallbericht zur Hand zu haben, selbst Fotos zu machen und – ganz wichtig – sich die Namen und Kontaktdaten aller Beteiligten und Zeugen geben zu lassen.