Experten erwarten Wechselwelle bei der Kfz-Versicherung

Mittwoch den 10.10.2012

Der Hinweis, dass ein Kfz-Versicherungsvergleich bares Geld sparen kann, ist nicht neu. Schon seit einigen Jahren wird immer wieder auf das mögliche Sparpotenzial hingewiesen, wobei mit ganz unterschiedlichen Werten gearbeitet wird. Mal sind es pauschal „Hunderte von Euro“, bisweilen aber auch recht klar bezifferte Modellrechnungen, wie sie jüngst vom Institut für Versicherungswesen der Fachhochschule Köln durchgeführt wurden.

Horst Müller-Peters, Professor für Marktforschung und Kundenverhalten, der die Studie leitete, ist jedenfalls überzeugt: „Mehr als die Hälfte der internetaffinen Kunden findet bei einer Onlinesuche einen günstigeren Versicherer.“ Die Ersparnis, die von 500 Testern ermittelt wurde, lag zwischen 106 und 142 Euro, bei einem überschaubaren Aufwand von zehn bis 20 Minuten – vorausgesetzt, die wichtigen Daten zur Kfz-Versicherung liegen vor und müssen nicht erst lange gesucht werden. Im Schnitt brauchten die Teilnehmer 12,8 Minuten, ehe sie die Ergebnislisten vor Augen hatten.

Der Umstand, dass die Studie von der HUK-Coburg über ihr Goslar-Institut gefördert wurde, wird übrigens von keiner Seite angemahnt. Es sei eine ausgewogene und neutrale Untersuchung bestätigen die Transparo-Konkurrenten (das Vergleichsportal Transparo wurde von der HUK-Coburg ins Leben gerufen). Sie erwarten allesamt einen heißen Herbst.

Die Wechselsaison werde in diesem Jahr besonders heftig, so Check24-Vorstand Björn Weikert. Er liefert auch gleich die Gründe für diese Prognose: „Die Versicherer kommen mit Preiserhöhungen, die in Einzelfällen 20 Prozent erreichen.“ Das führe zu einer Flut an Kündigungen und Neuabschlüssen. Dabei geht Björn Weikert von einem etwas höheren Sparpotenzial bei der Kfz-Versicherung aus als die Studie. Die Erfahrung zeige, dass ein durchschnittlicher Kunde rund 200 Euro sparen könne. Ins gleiche Horn stößt Jürgen Cramer vom Portal Autoversicherung.de. Er rechnet ebenfalls mit einer Wechselwelle.