Höhere Sicherheit sorgt für günstigere Beiträge

Freitag den 2.11.2012

Die Beiträge für die Kfz-Versicherung ziehen langsam wieder an, bewegen sich aber nach wie vor auf dem Niveau der 80er Jahre. Dafür ist nicht nur der Umstand verantwortlich, dass sich die Assekuranzen über Jahre hinweg gegenseitig unterboten haben. Auch das Thema Sicherheit spielt bei der Kalkulation eine entscheidende Rolle. Weil die Fahrzeuge immer sicherer geworden sind und mit entsprechenden Systemen wie Abstands-, Spurhalte- und Notbremsassistenten ausgestattet wurden, dürfen sich Versicherungskunden über günstigere Prämien freuen.

Wie die Beiträge sich entwickelt haben, zeigen die Zahlen vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). 1980 mussten etwa 211 Euro für die Kfz-Haftpflichtversicherung auf den Tisch gelegt werden. Zehn Jahre später waren es bereits 269 Euro und 1995 dann 289 Euro. Sinkende Beiträge beobachtet die Branche seit 2005. Seinerzeit kostete die Police rund 255 Euro. Die Trendwende kam 2010. Seither geht es für die Autoversicherer wieder ein wenig bergauf. Vor zwei Jahren zahlten die Kunden rund 215 Euro. Im vergangenen Jahr waren es schon 220 Euro.

Einzelne Versicherungsnehmer profitieren allerdings nicht davon, wenn sie ihr Auto besonders sicher machen oder ein Modell fahren, das über die nötige Technik verfügt. Claudia Hermann von der Allianz Deutschland AG erklärte gegenüber der „Welt“: „Wir haben keinen Spezialrabatt für einzelne Assistenzsysteme.“ Das gilt auch für die HUK-Coburg, so Pressesprecher Holger Brendel. Die Ersparnis ergebe sich über die Typklasse. „Wenn Fahrzeuge Sicherheitsassistenten ab Werk eingebaut haben, dann fließt dies also indirekt in die Prämie ein“, erklärt der HUK-Coburg-Sprecher.

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