Kfz-Versicherung teurer? Sonderkündigungsrecht!

Freitag den 7.12.2012

Nachdem erst mit günstigen Tarifen geworben wurde, steht in den Spots für die Kfz-Versicherung jetzt das Sonderkündigungsrecht im Vordergrund. Da der Stichtag für den regulären Wechsel verstrichen ist – zumindest bei Verträgen, die am 1. Januar beginnen –, wird aktuell um Kunden gebuhlt, die sich über einen höheren Beitrag ärgern. Das wird in den kommenden Wochen wohl öfter passieren. Denn immer mehr Unternehmen gehen dazu über, die Rechnungen nach dem 30. November zu verschicken. Laut Vergleichsportal Check24 wollen die Assekuranzen mit dieser Strategie verhindern, dass gekündigt wird. Können sie aber nicht.

Vielen Versicherungsnehmern ist gar nicht bewusst, dass sie ihren Vertrag auch nach dem Wechselstichtag noch kündigen dürfen, wenn sie plötzlich mehr bezahlen sollen. Genau darauf ruhen die Hoffnungen einiger Versicherer. Deshalb stellt Daniel Friedheim von Check24 klar: „Das Recht der außerordentlichen Kündigung besteht grundsätzlich immer, wenn der Beitrag steigt. Der Grund für die Erhöhung spielt keine Rolle.“ Das Sonderkündigungsrecht greife also auch dann, wenn der Beitrag aufgrund einer Umstufung des Fahrzeugs in eine andere Regional- oder Typklasse höher ausfalle. Lediglich bei Beitragsanpassungen, die auf einer niedrigeren Schadenfreiheitsklasse beruhen, hat man schlechte Karte. Dann hätte die Sonderkündigung einen Monat nach dem Schadensfall ausgesprochen werden müssen.

Wichtig, wenn man von seinem außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch machen möchte: „Nach Benachrichtigung über die Beitragserhöhung müssen Versicherungskunden binnen eines Monats schriftlich kündigen und sich explizit auf die Erhöhung beziehen“, heißt es in der Pressemitteilung des Portals. Anderenfalls könne die Kündigung abgelehnt werden. Sie greife zu dem Zeitpunkt, ab dem der neue Beitrag gilt. Damit haben Verbraucher auch nach dem 30. November noch die Chance, ein paar Euro zu sparen. Das setzt allerdings voraus, dass man die Kfz-Versicherung vergleicht. Sparen lassen sich dadurch, so Check24, bis zu 2.800 Euro im Jahr. Normalfahrer kommen immerhin noch auf ein Sparpotenzial von knapp 850 Euro.

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