Fleißig gewechselt: 1,6 Millionen neue Kfz-Policen

Dienstag den 12.02.2013

Der Anteil der Autofahrer, die ihre Kfz-Versicherung zum Jahresende kündigen und durch einen neuen Vertrag ersetzen, steigt kontinuierlich. Waren es in der Wechselsaison 2011/2012 noch 1,4 Millionen Versicherungsnehmer, die sich für eine andere Assekuranz entschieden, stieg die Zahl in der Saison 2012/13 auf 1,6 Millionen. Das geht aus der Studie „Wechseltätigkeit in der Kfz-Versicherung 2012“ von YouGov hervor.

Die Gründe für den Wechsel liegen dabei nicht immer auf der Hand. War es früher vor allem der Preis, der Autofahrer dazu verleitete, eine neue Autoversicherung abzuschließen, sind es heute zusätzliche Bausteine, die eine bessere Absicherung versprechen. Das gilt zum Beispiel für den erweiterten Schutz bei Marderbissen oder Wildschäden. YouGov-Vorstand Oliver Gaedeke erklärte dazu: „Die Kfz-Wechselphase ist also nicht nur ein Treffpunkt für Cent-Fuchser.“

Wohl aber für internetaffine Kunden: Denn es scheint durchaus im Trend zu sein, online einen Kfz-Versicherungsvergleich zu bemühen und dann direkt über das Portal die neue Police in trockene Tücher zu bringen. Immerhin 50 Prozent derer, die im Internet nach dem besten Vertrag suchen, gehen diesen Weg. Zu den Verlierern im Wechselgeschäft gehören die klassischen Versicherungsvertreter. Ihre Quote sackte auf 18 Prozent. Die Vergleichsportale kommen auf knapp 27 Prozent. Insgesamt schließen knapp 34 Prozent der Kunden ihren Vertrag direkt bei der Assekuranz ab.

Blickt man auf den Reigen der Unternehmen, die in der Wechselphase um Autofahrer buhlen, stehen Allianz, Axa, HUK-Coburg, HUK24 und VHV ganz weit oben auf dem Treppchen. Sie verzeichneten die meisten Neuabschlüsse. Dabei interessieren sich die Kunden nicht nur für die Kfz-Haftpflichtversicherung. 62 Prozent ergänzen ihren Vertrag um eine Teilkaskopolice mit einer Selbstbeteiligung von 150 Euro. Wichtig ist vielen zudem die freie Werkstattwahl. Das Thema Werkstattbindung ist damit aber wohl noch nicht ganz vom Tisch.