Volkswagen Versicherung AG neu im Rennen

Donnerstag den 14.03.2013

Fahrzeughersteller und Kfz-Versicherungen arbeiten schon seit Jahren zusammen, um Kunden am Point of Sale, sprich im Autohaus, auch gleich die passende Police anbieten zu können. Insofern ist die Kooperation von Volkswagen und der Allianz kein Novum. Die beiden Konzerne gehen jetzt allerdings noch einen Schritt weiter und haben dafür nun auch das grüne Licht von der EU-Kommission: Sie werden die Verträge demnächst über das Gemeinschaftsunternehmen Volkswagen Versicherung AG vertreiben.

Dass seitens der EU keine Bedenken an dem Joint Venture geäußert wurden, liegt schlichtweg daran, dass in der Bundesrepublik ausreichend Konkurrenz auf dem Kfz-Versicherungsmarkt vorhanden ist. Verbraucher haben dann ein Unternehmen mehr zur Auswahl, das sich im Haifischbecken bewähren muss. Der Startschuss für die Volkswagen Versicherung AG soll im April fallen. VW hält 51 Prozent der Anteile, die Allianz 49 Prozent. Das Investitionsvolumen bis zum Jahr 2018 beziffern die beiden Partner, die das Projekt schon September 2012 vorstellten, mit 400 Millionen Euro.

Vom Prinzip her wird sich wenig ändern. Wurden den Kunden beim Kauf eines Fahrzeugs bislang Verträge der Allianz Kfz-Versicherung nahegelegt, sind es künftig Policen der hauseigenen Assekuranz. Ziel: Innerhalb von fünf Jahren sollen bei 40 Prozent aller Käufe auch die Vertragsunterlagen für die Autoversicherung unterschrieben werden. Das gilt für alle Marken des VW-Konzerns, also auch für Audi, Seat, Skoda und Porsche. Angesprochen werden übrigens alle Kunden, unabhängig davon ob sie sich für einen Neuwagen oder ein Gebrauchtfahrzeug interessieren.