Begleitetes Fahren: Erfolg auf ganzer Linie

Mittwoch den 28.08.2013

Jugendliche bereits mit 17 Jahren ans Steuer zu lassen, unter Auflagen, war ein gewagtes Unterfangen. Doch es hat sich gelohnt. Sämtliche Statistiken, die seither veröffentlicht wurden, sprechen von einem Erfolg und bestätigen, dass Führerscheinneulinge, die ein Jahr lang in Begleitung fahren, deutlich sicherer unterwegs sind.

Als Bezugspunkt dienen Fahrzeuglenker, die nicht am begleiteten Fahren teilgenommen haben und nach wie vor als Risikogruppe gelten. Um es in Zahlen auszudrücken: 18- bis 24-Jährige verursachen 30 Prozent aller Verkehrsunfälle und 34 Prozent der Unfälle, bei denen Alkohol im Spiel ist, stellen allerdings nur acht Prozent der Gesamtbevölkerung dar. Im Vergleich dazu kracht es bei jungen Fahrern, die den Führerschein mit 17 gemacht haben, deutlich seltener: Die Unfallquote liegt 28,5 Prozent niedriger.

Diese Zahlen kennen auch die Assekuranzen. Die meisten Unternehmen berücksichtigen die Statistiken bei der Kalkulation der Kfz-Versicherung und belohnen es mit einem großzügigen Rabatt, wenn ein junger Kunde sich für das begleitete Fahren entschieden hat. Wie sich das beim Preis für die Autoversicherung in Euro und Cent bemerkbar hat, hat das Portal Transparo berechnet.

Demnach liegt die Ersparnis bei der Kfz-Haftpflichtpolice bei etwa 22,2 Prozent und bei der Teilkasko immerhin bei 3,84 Prozent. Das gilt für den Fall, dass der Führerscheinneuling den Wagen auf den eigenen Namen versichert. Handelt es sich um den Zweitwagen und schließen die Eltern die Police ab, sinkt der Beitrag dank begleitetem Fahren im Schnitt um 20,69 (Haftpflicht) und 3,84 Prozent (Teilkasko). Wird der Nachwuchs als Fahrer gemeldet, sind bei der Haftpflicht ebenfalls 20,69 Prozent Ersparnis möglich, bei der Vollkasko etwa 13,8 Prozent.