Wechselwille steigt mit dem Beitrag

Dienstag den 3.12.2013

Wird´s teurer, überlegen viele Autofahrer, die Kfz-Versicherung zu wechseln. Das gilt laut einer Studie von YouGov im Auftrag der DEVK für immerhin 65 Prozent der Versicherungskunden. Und da viele Gesellschaften angekündigt haben, an der Preisschraube zu drehen, sollte eigentlich auch die Wechselbereitschaft zunehmen. Hat sie aber nicht, obwohl 59 Prozent der Fahrzeughalter von einem höheren Beitrag ausgehen. Grundsätzlich bereit, den Vertrag bei einer neuen Gesellschaft zu unterschreiben, sind aktuell nur 36 Prozent. Vor vier Jahren lag die Quote noch deutlich höher bei 56 Prozent.

Deshalb darf man auf die endgültigen Zahlen gespannt sein. Denn für ein paar Euro im Jahr, die man möglicherweise spart, scheint kaum noch jemand eine neue Kfz-Versicherung abzuschließen. Nichtsdestotrotz ist der Preis für die Police nach wie vor das wichtigste Kriterium. Immerhin 54 Prozent der Umfrageteilnehmer bestätigten, vornehmlich auf die Kosten zu achten. 46 Prozent setzen eher auf eine gute Leistung. Da sich die beiden Werte immer weiter annähern, kann man davon ausgehen, dass die meisten Versicherungsnehmer beide Seiten der Medaille unter die Lupe nehmen – also sparen und ein solides Leistungspaket wollen.

Das Interesse daran, sich in puncto Kfz-Versicherung auf dem Laufenden zu halten, insbesondere mit Blick auf die Konditionen, ist indes ungebrochen. 52 Prozent prüfen nach eigenen Aussagen jährlich, wo sich der eigene Vertrag positioniert: Ist die Police zu teuer, günstig oder mangelt es gar an Leistung oder Service? Antworten auf diesen Fragen suchen Autofahrer immer öfter online. Sie bemühen in erster Linie Kfz-Versicherungsvergleiche, machen sich allerdings auch in Foren schlau. Hält die bisherige Assekuranz ihre Konditionen konstant, bleibt es jedoch meist beim guten Vorsatz.