Schutzbrief: Kfz-Versicherung statt Club

Donnerstag den 30.01.2014

Die Negativschlagzeilen rund um den Allgemeinen Deutschen Automobilclub (ADAC) lassen inzwischen viele Mitglieder zweifeln, ob der Beitrag tatsächlich sinnvoll investiert ist. Die meisten haben sich nur aufgrund des Kfz-Schutzbriefes für den Club entschieden und wollen die Gewissheit, bei einer Panne nicht allein auf weiter Flur zu stehen. Was das betrifft, ist der ADAC durchaus zuverlässig, aber längst nicht die günstigste Variante. Auch über die Kfz-Versicherung kann für den Fall der Fälle ein Schutzbrief abgeschlossen werden. Kostenpunkt für den Versicherungsbaustein: ein paar Euro im Jahr.

Peter Grieble, Versicherungsexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, erklärt dazu im „Tagesspiegel“: „Wenn man einem Automobilclub nur wegen des Schutzbriefes beitritt, sind die Leistungen der Versicherungen in der Regel die günstigere Alternative.“ Der Schutzbrief ist dann entweder bereits im Kfz-Versicherungstarif enthalten oder kann zusätzlich gebucht werden. Abstriche im Leistungsumfang müssen die Kunden der Assekuranzen nicht befürchten. Laut Peter Grieble gebe es bislang keine nennenswerten Beschwerden von Verbrauchern, dass die Schutzbriefleistungen der Versicherer schlecht bzw. schlechter seien.

Abhängig von Tarif und Anbieter umfasst der Schutzbrief das Bergen und Abschleppen, wenn sich der Wagen nach einer Panne oder einem Unfall nicht mehr bewegen lasst. Meistens sind auch ein Mietwagen, die Hotelkosten, der Fahrzeug- sowie ein Krankenrücktransport inklusive. Erreichbar sind die Dienstleister über eine zentrale Hotline, die rund um die Uhr besetzt ist. Wichtig sei, so der Experte der Verbraucherzentrale, darauf zu achten, bis zu welcher Höchstsumme die Kosten übernommen werden und wo der Schutzbrief gilt – nur in Deutschland, europaweit oder auch in anderen Regionen. Wichtigstes Merkmal ist und bleibt jedoch die schnelle Hilfe, die zumindest bei Neuwagen teils auch über die Mobilitätsgarantie der Autohersteller gewährleistet wird.