Teure Versicherungspakete im Autohaus

Donnerstag den 27.02.2014

Auto kaufen, Kfz-Versicherung abschließen – fertig. So einfach kann es sein. Alles in einem Büro, alles aus einer Hand. Für die meisten Verbraucher eine ideale Kombination. Sie müssen nicht extra zum Versicherungsmakler oder online nach Preisen suchen, sondern erhalten das Rundum-sorglos-Paket direkt beim Autohändler, inklusive aller nur erdenklichen Serviceleistungen. Kein Wunder, dass das Versicherungsgeschäft in den Autohäusern boomt und die Hersteller gerne mit den Assekuranzen kooperieren. Pech nur für die Kunden, dass sie in der Regel viel zu tief in die Tasche greifen.

Die Versicherungspakete vom Händler umfassen eine Vielzahl von Leistungen. Angefangen bei der Kredit- oder Leasingrate über die Kfz-Haftpflichtversicherung samt Vollkasko-Police bis hin zu Wartung und Reparatur ist alles enthalten, was des Autofahrers Herz höher schlagen lässt. Das Problem bei diesen Kombinationen: Sie lassen sich nur schwer auseinanderdividieren. Es ist also kaum nachvollziehbar, wie teuer die Autoversicherung ist. Ein Vergleich der Konditionen mit dem freien Markt wird dadurch erschwert. Für Kunden scheint das allerdings nicht oder nur bedingt relevant zu sein. Sie freuen sich, nur einen Ansprechpartner zu haben und das Auto in guten Händen zu wissen.

Die Stiftung Warentest hat sich jetzt dennoch die Mühe gemacht und sieben Kfz-Versicherungstarife aus Autohäusern unter die Lupe genommen. Angesichts der Zahlen, die unter dem Strich stehen, dürften so manchem Autokäufer die Haare zu Berge stehen: Bis zu 600 Euro ließen sich sparen, wenn man die Kfz-Versicherung anderweitig abgeschlossen und vorher einen Autoversicherungsvergleich bemüht hätte. Mit dem Ergebnis hatten nicht einmal die Experten der Stiftung Warentest gerechnet. Es beweist: Die Rechnung, große Hersteller gleich viele Kunden gleich günstige Tarife, geht nicht auf. Man sollte sich also nicht von den Komplettpaketen blenden lassen, sondern genau rechnen.