Erwünscht: Werkstattempfehlungen der Kfz-Versicherung

Montag den 28.04.2014

Was ihre Autos betrifft, sind die Bundesbürger eigen. Da wird nicht irgendeine Politur verwendet und das Cockpit ausschließlich mit hochwertigen Tüchern entstaubt. Bei einem Schaden oder zur Wartung geht es dann in die Werkstatt des Vertrauens. Fast zwei Drittel der deutschen Autofahrer suchen dazu immer denselben Betrieb auf. Diese Treue färbt allerdings nicht auf alle Bereiche ab, die den fahrbaren Untersatz betreffen. In puncto Kfz-Versicherung sind die Halter laut einer Studie des Beratungshauses hnw consulting zum Beispiel deutlich eher bereit, sich neu zu orientieren.

Während nur fünf Prozent der Autofahrer bei Problemen und Pflichtterminen von der einen zur anderen Werkstatt wechseln, entscheidet sich fast ein Drittel regelmäßig für eine neue Autoversicherung – und das nicht nur bei einem Fahrzeugwechsel. Wird ein neuer Wagen gekauft, schließen 18 Prozent ihre Kfz-Versicherungspolice bei einer neuen Assekuranz ab. Auf der anderen Seite gibt es auch unter den Versicherungsnehmern treue Seelen. Knapp 50 Prozent belassen bei der Kfz-Versicherung alles, wie es ist, unabhängig davon, ob sich mit einem Autoversicherungsvergleich Geld sparen ließe oder mehr Leistung geboten würde.

Dass die Wechselquote und generell die Wechselbereitschaft Jahr für Jahr zunimmt, ist der Versicherungsbranche durchaus bekannt. Aufhorchen dürften die Unternehmen hingegen bei einem Aspekt, der eher am Rande erwähnt wird und noch auf einer Erhebung aus dem Jahr 2012 beruht. So treu die Autohalter ihrer Werkstatt auch sind: Sollte die Kfz-Versicherung ihnen einen Betrieb für die Reparatur des Wagens empfehlen, wären 77 Prozent bereit, diesen Vorschlag anzunehmen. Dieses Ergebnis ist Wasser auf die Mühlen jener Versicherer, die auf die Werkstattbindung setzen. Durch die Kooperation lassen sich bessere, weil günstigere Konditionen realisieren. Das kommt der Schaden-Kosten-Quote zugute und wird mit einem Rabatt auf den Versicherungsbeitrag belohnt.