Onlinekunden wechseln öfter die Kfz-Versicherung

Mittwoch den 25.06.2014

44 Millionen private Kfz-Versicherungsnehmer gibt es in der Bundesrepublik. 1,87 Millionen davon haben voriges Jahr die Assekuranz gewechselt und sich für eine neue Police entschieden. Das geht aus einer Studie von Yougov Deutschland hervor. Im Vergleich zu 2012 ist die Zahl der Vertragswechsel damit um knapp 170.000 zurückgegangen. Hauptgrund, sich nach einer anderen Autoversicherung umzusehen, sind die Kosten. Knapp drei Viertel derer, die mit einem neuen Vertrag ins Jahr 2013 gestartet sind, waren mit der Prämie unzufrieden oder wollten Geld sparen.

Ausgehend von der Wechselbereitschaft, die voriges Jahr geäußert wurde, ist die Wechseltätigkeit eher gering. 18,2 Prozent (Vorjahr: 16,5 Prozent) der Autohalter hatten im Rahmen einer Umfrage erklärt, die Kfz-Versicherung wechseln zu wollen. Vier Fünftel haben sich dann doch gegen eine Kündigung entschieden und blieben ihrer Assekuranz treu. Sie fühlen sich bei ihrem jetzigen Anbieter wohl, hatten kein günstigeres Angebot gefunden oder erhielten von ihrer bestehenden Autoversicherung eine bessere Police.

Auffallend ist, dass Kunden von Direkt- und Onlineversicherern deutlich häufiger die Kfz-Versicherung wechseln. Diesen Umstand unterstreicht eine Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv. Während Verbraucher, die ihre Autoversicherung in einer Filiale abgeschlossen haben, zu 50 Prozent länger als drei Jahre bei ihrem aktuellen Vertragspartner sind, gilt das nur für ein Drittel der Onlinekunden. Umgekehrt haben in den vergangenen drei Jahren nur knapp 50 Prozent der Filialversicherten und immerhin zwei Drittel der Direktversicherungs-Kunden den Anbieter gewechselt. Online kommt es vor allem auf den Preis an. Vor Ort zählen bei der Auswahl der Police hauptsächlich der persönliche Kontakt und die Nähe zur Filiale.