Die Wechselbereitschaft bei der Kfz-Versicherung sinkt

Donnerstag den 18.01.2018

Trotz aller Mutmaßungen über höhere Beiträge für die Kfz-Versicherung und das Bemühen der Assekuranzen um neue Kunden hat die Wechselbereitschaft deutscher Autofahrer nicht signifikant zugenommen. Im Gegenteil: Im Vergleich zum Vorjahr dachten 2017 deutlich weniger Verbraucher über eine neue und günstigere Autoversicherung nach.

21,4 Prozent denken über einen Wechsel nach

Zu diesem Ergebnis kommt die repräsentative Studie „Wechseltätigkeit in der Kfz-Versicherung 2017“ von YouGov. Das Analysehaus befragt bereits seit Jahren Autohalter, ob und warum sie sich Gedanken über einen neuen Vertrag machen. Insgesamt 1.993 Personen nahmen in der Zeit vom 7. bis zum 15. November 2017 an dieser Studie teil. Eine zweite Befragung folgte im Dezember 2017.

War die Wechselbereitschaft in den vergangenen Jahren stetig gewachsen, hat sie jetzt einen leichten Dämpfer erhalten. 20,8 Prozent dachten zumindest darüber nach, die Kfz-Versicherung zu wechseln. Konkrete Absichten, Nägel mit Köpfen zu machen, hatten im November 6,5 Prozent der Umfrageteilnehmer. Im Jahr zuvor waren es noch 21,4 und 8,1 Prozent. Das heißt, es haben sich deutlich weniger Fahrzeughalter mit einem Kfz-Versicherungswechsel befasst.

9,15 Millionen wechselbereite Autofahrer

In konkreten Zahlen sind das zwar nach wie vor 9,15 Millionen wechselbereite Kunden und 2,85 Millionen, die den Schritt auch in die Tat umsetzen wollten. Doch es bleibt dabei: Die Bereitschaft lässt nach.

Der wichtigste Grund, sich überhaupt mit anderen Anbietern für eine Autoversicherung zu beschäftigen, ist – wie schon in den Jahren zuvor – der Versicherungsbeitrag. 64 Prozent der Studienteilnehmer erklärten, sie wünschen sich in erster Linie eine Ersparnis. Für 17 Prozent war der Anlass eine Beitragsanpassung bei der aktuellen Police.

Ebenso von Belang sind die Vergleichsportale im Internet. Sie lieferten auch 2017 die Initialzündung, die Prämie für die Kfz-Versicherung näher unter die Lupe zu nehmen und einen Anbieterwechsel in Betracht zu ziehen. Spannend wird es, wenn die Zahlen der Befragung vom Dezember ausgewertet sind. Dann zeigt sich, ob die Wechselbereitschaft auch tatsächlich in eine Wechseltätigkeit mündete.