Erstmalige Vollkasko: In welche SF-Klasse wird man eingestuft?

Das erste eigene Auto wird meistens gebraucht und für wenig Geld gekauft. Schließlich ist das Bankkonto von Führerscheinneulingen in der Regel noch nicht so gut gefüllt, dass gleich ein Neuwagen angeschafft werden kann. Die Frage, ob eine Vollkaskoversicherung nötig ist, erübrigt sich daher. Das höchste der Gefühle ist in solchen Fällen eine Teilkaskopolice, wenn der Wagen sich noch in einem einigermaßen passablen Zustand befindet. Doch wie sieht es aus, wenn irgendwann ein nagelneues Auto in der Garage steht und versichert werden muss? In welche Schadensfreiheitsklasse (SF-Klasse) stuft die Assekuranz den Kunden ein, wenn er noch nie ein Auto mit Vollkasko versichert hatte?

Die SF-Klasse der Haftpflicht bildet die Basis

Die Frage nach der SF-Klasse, wenn zum ersten Mal der Schutz einer Vollkaskoversicherung (Info) in Anspruch genommen wird, lässt sich relativ einfach beantworten: Die Versicherungsunternehmen orientieren sich an der Schadensfreiheitsklasse, die bisher in der Kfz-Haftpflichtversicherung erreicht wurde. Angenommen, der Kunde fährt schon einige Zeit schaden- und unfallfrei, hatte bislang aber immer nur eine Teilkaskoversicherung, ergibt sich in der Haftpflicht nach fünf Jahren die SF 5. Das entspricht 60 Prozent des Beitragssatzes. Dementsprechend steht auf der Rechnung auch die SF-Klasse 5 für die Vollkaskoversicherung. Hier sind es dann allerdings 65 Prozent des regulären Beitrags, da die „Prozente“ bei Haftpflicht und Vollkasko verschieden sind.
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Rabatt übertragen

Daher macht es sich für Fahranfänger durchaus bezahlt, das erste Auto nicht auf den eigenen Namen, sondern als Zweitwagen auf den Namen der Eltern laufen zu lassen. Dadurch erfolgt von Anfang an eine deutlich günstigere Einstufung. Statt mit 240 Prozent geht es dann mit 120 (SF ½) oder weniger Prozentpunkten in der Kfz-Haftpflichtversicherung los, was sich positiv auf eine spätere Vollkaskoversicherung auswirkt. Wird das Fahrzeug später auf den Sohn oder die Tochter umgemeldet, kann der Rabatt – abhängig von den Tarifen und Vorgaben der Versicherung – teilweise auf den Nachwuchs übertragen werden. Dabei gilt eine simple Regel: Wer den Führerschein erst seit vier Jahren hat, erhält auch nur den für diesen Zeitraum den üblichen Schadensfreiheitsrabatt.
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