Verkehrsrechtsschutzversicherung

Einvernehmliche Lösungen nach einem Unfall haben Seltenheitswert. Ist der erste Schock überstanden, entbrennt schon der Streit darüber, wer nicht aufgepasst und Schuld hat. Damit bewegen sich die Beteiligten sehr schnell auf glattem Parkett, wo nur Fachwissen um Gesetze, Verordnungen und Paragrafen Halt bietet. Deshalb ist es ratsam, Rechtsstreitigkeiten nur mit juristischem Beistand auszufechten. Um später nicht an den Kosten für den anwaltlichen Beistand und das Verfahren zu scheitern, gibt es die private Verkehrsrechtsschutzversicherung.

Beratung und finanzielle Sicherheit

Experten raten insbesondere Vielfahrern dazu, mit einer Verkehrsrechtsschutzpolice vorzusorgen. Da letztlich aber jeder Verkehrsteilnehmer, ob zu Fuß, mit dem Rad oder einem motorisierten Fahrzeug, in Konfliktsituationen geraten kann, ist dieser Versicherungsschutz ganz gewiss kein Luxus. Die Assekuranz berät in juristischen Fragen noch bevor die Gerichte aktiv werden, kommt für den Anwalt auf und übernimmt die Kosten, die durch den Prozess entstehen, inklusive der Gebühren für Sachverständige und Zeugen. Damit bietet die private Verkehrsrechtsschutzversicherung in erster Linie finanzielle Sicherheit. Darüber hinaus ist sie aus psychologischer Sicht sinnvoll: Allein die Tatsache, dass sich jemand kümmert, rund um die Uhr mit Rat und Tat zur Verfügung steht, entlastet Betroffene enorm.

Kfz-Rechtsschutz als Kombi-Lösung

Der Aspekt Verkehr ist bei Rechtsschutzversicherungen nur einer von vielen Bereichen. Gängig sind vor allem der Privat- und der Berufsrechtsschutz. Da die meisten Kunden einen möglichst umfassenden Schutz wünschen, schnüren die Assekuranzen Pakete mit unterschiedlichen Kombinationen. Am bekanntesten ist der klassische Dreiklang aus Privat-, Verkehrs- und Berufsrechtsschutzversicherung. Unter dem Strich kommt es auf den Preis und die Leistung an, ob einzelne Verträge oder die Kombi-Lösungen besser sind. Im Ruhestand bedarf es zum Beispiel keiner Berufsrechtsschutzversicherung mehr. Hier muss im Einzelfall überlegt und verglichen werden, wie man am besten abgesichert ist.

Gewerblicher Rechtsschutz für berufliche Fahrten

Beachtet werden muss, dass die meisten Verträge ausschließlich auf private Belange zugeschnitten sind. Das gilt auch für die Verkehrsrechtsschutzversicherung. Heißt: Versichert ist nur die private Nutzung eines Pkw. Wer das Auto oder einen Laster beruflich nutzt, ob nun als Vertreter oder Lieferant, kommt nicht umhin, sich um einen gewerblichen Rechtsschutz zu bemühen. Auch hier lohnt sich dann ein Vergleich der Konditionen.