Mercedes-Benz Bank mit eigener Telematik-Autoversicherung

Mittwoch den 4.10.2017

Das Karussell der Telematik-Tarife dreht sich munter weiter. Nachdem die Großen der Branche wie die HUK-Coburg und die Allianz allesamt mit eigenen Angeboten am Markt vertreten sind, folgt jetzt die Mercedes-Benz Bank. In Kooperation mit der HDI-Versicherung bringt sie eine „Pay-as-you-drive“-Police auf den Markt, mit der Fahrer im günstigsten Fall 20 Prozent gegenüber der regulären Prämie sparen können.

Fahrstil, Strecke und Zeit bestimmen die Prämie

Dass der Preis für die Autoversicherung der Fahrweise entspricht, gilt inzwischen als fair. Wer rast, zahlt drauf. Wer sich hingegen an die Spielregeln hält, wird mit Rabatten belohnt. So einfach kann es sein. Das hat sich auch die Mercedes-Benz Bank gesagt und greift dabei auf die hauseigene Telematic Control Unit (TCU) zurück, die werksseitig bereits verbaut ist. Der Vorteil für Versicherungskunden: Sie müssen nicht eigens in die Werkstatt, weil die Blackbox schon vorhanden ist.

Die Kfz-Versicherung mit dem Namen „InScore“ können aktuell jedoch nur Verbraucher abschließen, die einen Mercedes-Benz E-Klasse der aktuellen Baureihe fahren. Die Vorteile der Police erklärt das Bankhaus in einer Pressemitteilung. Demnach können Kunden durch ihren „Driver Score“ die Versicherungsrate selbst beeinflussen. Das Fahrzeug liefert dazu unter anderem Daten zum Fahrstil, zur Fahrzeit und zur Strecke. Um jederzeit im Bilde zu sein, wie der aktuelle Score ist, kann man die Informationen über das Kundenportal „Mercedes me“ aufrufen.

Individualisierte Kfz-Versicherungsbeiträge

„Zur Weiterentwicklung unserer Dienstleistungen machen wir uns das vernetzte Fahrzeug zunutze. Der große Vorteil ist, dass wir das Pricing für unsere Kunden individualisieren und damit Kosten reduzieren können“, so der Vorstandsvorsitzende der Mercedes-Benz Bank Franz Rainer. Er hebt vor allem die Transparenz des Angebotes hervor, zumal Kunden Zugriff auf die Daten haben. „So können sie ihr Fahrverhalten anpassen“, erklärt das Unternehmen.

Besonders wichtig ist hierbei der Datenschutz. Die Informationen werden pseudonymisiert an den Score-Dienstleister der Daimler Financial Services gesendet. „Dort wird eine Durchschnittsnote für das Fahrverhalten ermittelt“, heißt es im Schreiben der Bank. Der Versicherer legt anhand dieser Note die Prämie fest, erhält allerdings keine Daten zu Fahrstil, Fahrzeit und Strecke.