Senioren zahlen deutlich mehr für die Kfz-Versicherung

Montag den 10.09.2018

Mit zunehmendem Alter wird man zwar erfahrener, auch am Steuer eines Autos. Nichtsdestotrotz müssen Senioren für ihre Kfz-Versicherung tiefer in die Tasche greifen. Den Zusammenhang von Lebensalter und Autoversicherungsbeitrag hat jetzt erneut ein großes Verbraucherportal unter die Lupe genommen. Dabei zeigte sich, dass die Preisdifferenz zwischen Jung und Alt in diesem Jahr noch größer geworden ist.

Bis zu 57 Prozent höherer Beitrag

Spätestens ab dem 65. Lebensjahr müssen Versicherungsnehmer damit rechnen, dass die Police für ihr Auto im Vergleich zu jüngeren Kunden teurer wird. Anfangs mag der Unterschied noch überschaubar sein. Doch danach steigt er rasant an. Nimmt man einen 55- und einen 65-Jährigen, so zahlt der Ältere der beiden bei ansonsten gleichen Rahmenbedingungen elf Prozent mehr für seine Kfz-Versicherung. 75-Jährige berappen im Vergleich zu einem 55-Jährigen bereits 57 Prozent mehr.

Vor einem Jahr betrug der Unterschied zwischen Versicherungskunden im Alter von 55 und 75 Jahren noch 51 Prozent. Das deutet darauf hin, dass die Kfz-Versicherer die Preise für Senioren in den vergangenen zwölf Monaten noch einmal angehoben haben. Betroffen davon sind nach aktuellen Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes derzeit über 16 Millionen Autofahrer, die das 65. Lebensjahr bereits überschritten haben.

Ältere sind häufiger Unfallverursacher

Den Grund dafür, dass Senioren einen höheren Beitrag für die Autoversicherung bezahlen müssen, nennt die Verkehrswacht. Demnach sind ältere Verkehrsteilnehmer immer öfter Verursacher eines Unfalls. Bei den über 64-Jährigen liegt die Quote bei 67,1 Prozent. Bei Personen ab 75 Jahren sind es sogar 75,1 Prozent. Als häufigste Unfallursachen nennt die Verkehrswacht Vorfahrtsfehler (17,6 Prozent) sowie Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärts-, An- und Einfahren (16,6 Prozent).

Senioren wird angesichts des Preisanstiegs und der immer höheren Beiträge geraten, jährlich einen Kfz-Versicherungsvergleich zu nutzen, um gegebenenfalls eine günstigere Police abschließen zu können. Wichtig ist hierbei, auf die möglichen Vorzüge des aktuellen Vertrages zu achten. Anderenfalls verliert man unter Umständen wichtige Leistungsmerkmale oder muss Nachteile in Kauf nehmen. Beachten sollten Senioren vor allem die Rückstufungstabelle. Sie bestimmt, in welche Schadensfreiheitsklasse man nach einem Unfall zurückgesetzt wird.