Preise für die Kfz-Versicherung ziehen an

Donnerstag den 31.01.2019

So schnell kann es gehen. Ende November 2018 schrieb das Handelsblatt „Kfz-Versicherungen werden erstmals seit Jahren günstiger“. Jetzt ist die Wechselsaison vorbei und die Karten werden neu gemischt. Das Ergebnis: Die Prämien für die Autoversicherung wurden seither kräftig angehoben. Berechnungen eines Verbraucherportals ergaben, dass die Kfz-Versicherungsbeiträge von November bis heute um 17 Prozent gestiegen sind.

Die Autoversicherung ist teurer geworden

Experten sprechen von einem „außergewöhnlich starken“ Preisanstieg. Doch völlig überraschend dürfte es nicht sein, dass die Kfz-Versicherer nach Ende der Wechselsaison wieder Normalität walten lassen und sich langsam aus dem Preiskampf verabschieden. Bis in den November hinein wird eifrig an den Beiträgen für die Kfz-Versicherung geschraubt, um möglichst viele Kunden von sich zu überzeugen. Danach ebbt die Wechseltätigkeit spürbar ab und werden die „regulären“ Preise aufgerufen.

Der Trend, dass die Autoversicherung ab November teurer wird, dürfte aus Expertensicht noch bis zum Sommer anhalten. Wer also plant, jetzt ein neues Auto zu kaufen und nach einer neuen Kfz-Versicherung zu suchen, sollte nicht mehr allzu lange warten. Wie hoch die Prämien steigen, lässt sich kaum einschätzen. Sicher ist nur: Die Prämien für die Autoversicherung ziehen seit Jahren kontinuierlich an.

45 Prozent Preisanstieg seit 2009

Das Verbraucherportal hat die Preise von November 2009 und November 2018 gegenübergestellt. Der Durchschnittsbeitrag für die Kfz-Haftpflichtversicherung lag seinerzeit bei 191 Euro. Aktuell müssen Autofahrer für die gleiche Leistung knapp 276 Euro berappen. Das entspricht einem Plus von 45 Prozent. Einzig die Preisschwankungen binnen eines Jahres – die Differenz zwischen teuerstem und günstigstem Monat – haben sich abgeschwächt. Von 37 Prozent in 2009 zu 17 Prozent in 2018.

Nichtsdestotrotz können Versicherungsnehmer nach wie vor kräftig sparen. Wichtigstes Hilfsmittel hierbei ist der Kfz-Versicherungsvergleich. Dank der entsprechenden Portale mit Vergleichsrechner liegt die Gesamtersparnis laut WIK-Consult (WIK: Wissenschaftliches Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste) bei etwa 318 Millionen Euro pro Jahr. Die individuelle Ersparnis richtet sich nach den persönlichen Eckdaten und kann mehrere hundert Euro betragen.